Digital ein Haus bauen

Digitalisierung – dieses abstrakte Wort

Ja, das geht! Und zwar sogar richtig gut! Überall spricht man von diesem einen großen Wort – Digitalisierung. Für viele vermutlich immer noch eine relativ abstrakte Geschichte. Digitalisierung bedeutet nicht nur, dass wir mit unserem mobile Device überall ins Internet können um die neuesten Facebook News zu checken. Auch, aber nicht nur.
In unserem Fall bedeutet es, dass wir unseren Workflow verbessern werden und zwar ziemlich rasant. Es bedeutet, dass wir schneller arbeiten können. Wir können viel nachhaltiger produzieren, da weniger Abfälle entstehen. Die gewohnte Genauigkeit unserer Arbeit steigt noch weiter an und unsere MitarbeiterInnen werden vor Feinstaub besser geschützt, sodass wir auch noch mehr zu ihrer Gesundheit beitragen können.
Wir digitalisieren unseren Maschinenpark und läuten die Zeit des Handwerks 4.0 bei uns im Hutzelgrund ein.
Wie das alles genau ausschaut? Das erklären wir jetzt!

Werkzeug wechsel dich. Schnell  – unsere neue Abbundanlage

Die Abbundanlage BEAMTEQ B-560 ist eine von zwei neuen Maschinen, die wir uns angeschafft haben. Diese kann so einiges, wie zum Beispiel innerhalb kürzester Zeit zwischen 12
Werkzeugen hin- und her wechseln. So schnell kann ich persönlich keinen Fräskopf austauschen. Aber dafür haben wir sie natürlich nicht gekauft, sondern eben, weil sie den Abbund im Holzrahmen- und Fachwerkbau, als auch den Dachabbund sehr genau erledigt.

Da die Maschine einfach schneller arbeiten kann, als wir selbst es je könnten, können wir natürlich auch wirtschaftlicher Handeln – was letztlich auch beim Endkunden positiv ankommt. Zum Beispiel schaffen wir eine Zufuhrgeschwindigkeit von bis zu 150 Metern Material pro Minute und durch die Steuerung über mehrere Kanäle werden Arbeitsabläufe so optimiert, dass wir viel mehr Zeit für Planung und auch Beratung aufwenden können.

Die Montage der Einzelteile auf der Baustelle verläuft zudem auch noch reibungsloser, da die Fräsungen, Winkel et cetera wahnsinnig passgenau sind.Die Säge-Einheit kann das Werkstück zwischen 0 und 360 Grad drehen, sowie zwischen 0 und 90 Grad schwenken – Winkel-, Kerven, Schifter- und Längsschnitte sind absolut problemfrei generierbar. Da das Maschinengehäuse komplett geschlossen ist, gelangt viel weniger Staub in die Umgebung und somit in die Lungen unserer MitarbeiterInnen.

Schauen Sie sich am besten das Video des Herstellers an. Bei jedem, der schon mal mit Holz gearbeitet hat, wird das Herzchen etwas schneller schlagen.

Zart besaitet – unsere neue Zimmermeisterbrücke

Die zweite Maschine hat es allerdings auch wirklich in sich. Die Zimmermeisterbrücke WALLTEQ M-120 wird eingesetzt für die Herstellung von Wand-, Dach-, Decken- oder Giebel-Elementen. Sie hat den Vorteil nicht gleich einen riesigen Platz zu benötigen, sondern kommt einigermaßen kompakt daher. So können Teile, die bis zu 12 Meter lang sind auf nur 90 Quadratmetern gefertigt werden – das ist schon nicht schlecht! Und auch hier sind die Umrüstzeiten grandios.

Das Fräsaggregat ist sehr zart besaitet, was in diesem Fall so viel heißt, wie es kann durch Tasten Dickenschwankungen ausgleichen und Freiformen, wie Kreise und Bögen voll interpoliert fräsen. Außerdem sind die Befestigungsvarianten sehr ausgefeilt, so können zum Beispiel Giebelschrägen in beliebigen Winkeln sowohl in der X- als auch in der Y-Achse befestigt werden.

 

Vernetzung der Maschinen in der Werkshalle mit der Planung und Arbeitsvorbereitung

Die Maschinen stehen in der Werkshalle und werden mit unserer Arbeitsvorbereitung vernetzt. Was heißt das konkret? Über ein Planungstool am Computer werden unsere Berechnungen zum Beispiel an die Abbundanlage weiter gegeben. Dadurch werden Arbeitsabläufe optimiert, Fehler vermieden und die Effizienz der Produktion gesteigert. Was soll man sagen, die CNC-Technologie macht einfach generell viel Spaß und wenn die Maschinen reibungslos laufen, können wir uns umso mehr auf die Arbeit vor Ort bei unseren Kunden konzentrieren.

 

Mit der vollen Man-Power für Ihre Projekte

An dieser Stelle soll auch gleich gesagt sein, dass keine Maschine einen Mensch ersetzen wird. Im Gegenteil – wir freuen uns darauf mit der vollen Man-Power auf die Baustelle zu fahren und vor Ort unseren Job effektiv zu erledigen. Und das ganze in dem Wissen, dass die Maschinen präzise und perfekte Vorarbeit leisten. Wir sind überzeugt, dass dieser Schritt für uns und alle zukünftigen Projekte genau der richtige ist!

Unser Ziel ist es stets nachhaltig & ökologisch zu denken, Prozesse zu optimieren, verantwortlich zu handeln und gute Arbeitsbedingungen für unser Team zu schaffen. Nach unseren letztjährigen Schritten in Richtung nachhaltige Produktion mit der Installation einer Solaranlage und der Anschaffung eines Elektroautos gehen wir unseren Weg mit der Anschaffung dieser zwei Maschinen konsequent weiter. Das alles ist ein kleines Loblied auf die Digitalisierung im Handwerk.

Achso, da wäre noch etwas… so zum Thema Mensch und Maschine: Vor wenigen Tagen konnten wir auch einen neuen Mitarbeiter für unser Team gewinnen – wir sagen herzlich willkommen!Grandios, dass Du den Weg hierher gefunden hast.
Wir freuen uns auf die nächsten Projekte zusammen mit Mensch, Maschine und vielleicht mit Ihnen als Bauherren eines neuen Holzhauses. Melden Sie sich gerne bei uns!

 


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